Warum Testsimulationen
so wichtig sind?

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Hallo! Ich bin die Gudrun, bin 19 Jahre alt und habe heuer den 2. Platz beim MedAT in Innsbruck erreicht. Ich möchte dir nun die wichtigsten Dinge mitgeben, die ich auf meinem Weg gelernt habe. 

Gudrun, MUI

Eine große Hürde beim MedAT ist der Stress und der Druck am Testtag. In der Vorbereitung ist es oft schwierig, sich auf den langen und anstrengenden Ablauf einzustellen. Die große Testhalle, die vielen anderen AnwärterInnen und die angespannte Atmosphäre machen den Testablauf umso herausfordernder. Um dich trotzdem sicher zu fühlen und um dir bereits im Voraus etwas Anspannung zu nehmen, sind Testsimulationen die Lösung.

Eine gute Testsimulation sollte dir möglichst genau das Gefühl geben, bereits im Voraus den MedAT als Übung zu absolvieren und sollte deshalb möglichst dem Test nah sein. Zuallererst gibt es dir ein gutes Gefühl über die Zeit, die du pro Testteil hast und ob du sie dir bereits gut einteilst. Bei Gedächtnis und Merkfähigkeit ist es zum Beispiel besonders wichtig, die Abfolge der Testteile zwischen der Einpräge- und Reproduzier-Phase einzuhalten. Dies wird dir bereits eine optimale Einschätzung geben, wie gut du in der Einpräge-Phase arbeitest und wie viel du nach den darauffolgenden anderen Aufgaben noch davon weißt. Vielleicht neigst du beispielsweise dazu, die Ausweisnummern von Gedächtnis und Merkfähigkeit mit den Zahlen in Zahlenfolgen zu verwechseln. Würdest du vor dem MedAT keine Testsimulation machen, würdest du das auch nicht rechtzeitig merken und könntest auch nicht gezielt an diesem Problem arbeiten.

Wenn du noch am Anfang deiner MedAT Vorbereitung stehst, ist es auch ein heißer Tipp, bereits im Voraus eine Testsimulation mit anschließender Auswertung der Punkte zu absolvieren. So hast du immer einen guten Vergleich mit deinem aktuellen Können und kannst deinen Lernfortschritt direkt in Zahlen sehen. Lernfortschritte in den Untertests, vor allem im kognitiven Bereich, erfolgen meist graduell und vielleicht hast du manchmal das Gefühl hat, gar keine zu machen. Deshalb ist diese Methode optimal und wird dir das Gefühl geben, auf einem guten Weg mit deiner Vorbereitung zu sein. Du wirst sehen, wie viel etwas Übung der kognitiven Fertigkeiten am Ende in deinen Untertest-Resultaten bewirken wird!

 

Während und gegen Ende deiner Lern- und Übe-Phase für den MedAT empfiehlt es sich ebenfalls, mit einer Testsimulation deinen Wissensstand zu überprüfen. Du wirst nicht nur erkennen, in welche der Untertest du noch mehr Zeit investieren solltest, du kannst auch deine erreichten Prozente mit den Statistiken der Vorjahre vergleichen: Generell gilt als Faustregel, dass ab etwa 80% dir ziemlich sicher ein Medizin-Studienplatz in allen Städten angeboten werden wird. Sollte dein Ergebnis diese Marke geknackt haben, kannst du mit einer Extraportion Sicherheit in den Testtag starten und das ist wirklich Gold wert!

 

Wenn du aber noch nicht so weit bist, ist das kein Grund zu verzweifeln und das Handtuch zu werfen. Einerseits sind Testsimulationen meist etwas über dem MedAT Niveau angesetzt, um dich für den Testtag abzuhärten und dich möglichst auf alles vorzubereiten. Andererseits hast du noch genug Zeit bis zum Testtag weiter zu üben und dich ständig zu verbessern, denn einzig die Leistung am Tag des MedAT zählt im Endeffekt. Selbst eine verpatzte Testsimulation gibt dir Erfahrung im Testablauf und bereitet dich auf mögliche Überraschungen vor.

Auch wenn es Überwindung und Zeit kostet, eine komplette Testsimulation durchzuführen, wirst du am Testtag dankbar sein, diese Zeit investiert zu haben. Die Antwortbögen richtig auszufüllen, der farbige Hintergrund der Zettel in manchen Testteilen und die lange Konzentrationsspanne, die aufrecht erhalten werden muss, sind nur einige Beispiele für Stolpersteine, die dir durch das Absolvieren einer Testsimulation aus dem Weg geräumt werden können. Und je besser du dich vorbereitet fühlst auf den Testtag, desto wahrscheinlicher wirst du auch den Traum des Medizinstudiums erreichen!

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